universal music group tiktok streitWir kennen die Vereinbarungen zwischen den großen Plattformen (TikTok, YouTube etc.) und den Major Labels zwar nicht wortgenau. Aber fakt ist: Bislang war es zumindest für private Creator möglich, urheberrechtlich geschützte „Trend Music“ der Major Labels (UMG, Sony, Warner) in den Videos zu nutzen.

Darf man einfach Trend Sounds auf TikTok nutzen?

Ohne einem derartigen Agreement zwischen Plattform und Label kann ein Nutzer die Trend Songs nicht legal als Hintergrundmusik nutzen (abgesehen von den urheberrechtlichen Schranken, § 51a UrhG, die aber bei weitem nicht immer gelten).

Das betrifft nicht nur folgende Künstler:

  • Taylor Swift
  • Sting
  • Billie Eilish
  • Lady Gaga und
  • Harry Styles!

Was hat die Universal Music Group genau gemacht?

Und genau das ist jetzt passiert: Die Musik ist weg (s. Bericht der NY Times vom 1.2.2024)! Die Songs im Verlag der UMG sind in den jeweiligen Videos auf TikTok einfach nicht mehr zu hören!

Universal Music Group hat TikTok die Befugnis für sein Verlags-Repertoire entzogen. Einfach so?

Natürlich nicht einfach so! Hintergrund ist ein Streit um neue Lizenzbedingungen zwischen TikTok und der UMG.

  • Universal Music argumentiert, dass Tiktok trotz des massiven Wachstums der Plattform nur für rund 1 % der Einnahmen von Universal steht. Das ist äußerst wenig, wenn man bedenkt, dass viele der heutigen Chart-Stars auf TikTok „geboren“ wurden.
  • Genau das („greed“, dt.: Gier) wiederum wirft Tiktok der Universal Music vor. TikTok sagt, dass die Plattform neue Talente bekannt macht und ihre Karriere erst ermöglicht.

Wird der Streit erhebliche Konsequenzen haben?

YouTuber und Musik-Dino Rick Beato sagt: nein. Der Streit wird vermutlich schnell beendet werden.

Denn beide – UMG und TikTok – wollen Geld verdienen. Keinem der beiden geht es primär um das „Wohl der Künstler“ sondern um maximalen Profit.

Und beide brauchen sich gegenseitig.

TikTok braucht Trend Songs. UMG benötigt TikTok als Promo-Plattform

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Seite erstellt von Dr. Max Greger am 2. Februar 2024 (zuletzt aktualisiert: 2. Februar 2024)